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Katipunan

Einleitung

Spricht man über die philippinische Revolution, so ist meist die Rede von dem militärischen Umsturz von 1898, der in und um Manila der spanischen Kolonialzeit geschah und zur Unabhängigkeit des Landes führte. Dieser wurde von der Organisation Kataastaasan Kagalanggalangan Katipunan ng mga anak ng bayan, der höchste und nobelste Geheimbund der Kinder des Landes, angeführt. Eine militante Gruppierung von Filipinos und Filipinas, welche besser als Katipunan, oder unter ihrem Akronym KKK, bekannt wurde.

Gründung

Als Vorbild aller philippinischen revolutionären Gruppierungen, seit Ende des 18 Jh., galt die französische Revolution und die zunehmende Demokratisierung Europas und der Welt. Unter diesem Gesichtspunkt wurde die Katipunan von Andrés Bonifacio, Ladislao Diwa und Teodoro Plata ins Leben gerufen. Sie war, zusammen mit Cuerpo de Compromisarios, Körper der Kompromisschließenden, die Nachfolgeorganisation von José Rizals La Liga Filipina, der philippinischen Liga. Aber anders als ihre Vorgängerin und ihre Schwesterorganisation konzentrierte sich die Katipunan ausschließlich auf eine gewalttätige Übernahme der Macht auf den Philippinen.

Die Idee für die Katipunan kam Bonifacio, nachdem José Rizal ins Exil in Dapitan, Mindanao verbannt wurde. Da Bonifacio ein Bewunderer Rizals war, wurde dieser zum Ehrenmitglied ernannt. Eine Verbindung, die Rizal 1896 zum Verhängnis werden sollte.

Am 7. Juli, 1892 berieten die Mitglieder der neuen Organisation sich über ihre Vorgehensweise und erklärten eine unabhängige Präsidialrepublik als oberstes Ziel.

Verbreitung

Aber anders als man vermuten könnte, waren die Katipunan nicht landesweit verbreitet. Sie arbeiteten vorwiegend sowohl in Manila als auch den umliegenden Provinzen, Batangas, Laguna, Cavite, Bulacan, Pampanga, Tarlac und Nueva Ecija. Dort halfen sie der Bevölkerung bei der Loslösung von der spanischen Herrschaft. Da diese Gebiete die ersten unabhängigen Territorien des Landes waren, verewigte man sie als die acht großen Sonnenstrahlen der philippinischen Flagge.

Struktur

Wenn neue Mitglieder erfolgreich angeworben wurden, führte man sie stets in Dreier-Gruppen ein, um sicherzustellen, dass sie nie mehr als zwei weitere Mitglieder wiedererkennen würden. Mit dieser Maßnahme sollte der Rest der Organisation, im Falle von Verrat oder Entdeckung durch die Spanier geschützt werden. Unterteilt waren die Katipunan zudem in drei Ränge, der niedrigste war Katipon (Genosse), dann Kawal (Ritter) und letztendlich Bayani (Held).

Die Zentralführung der Katipunan war der so genannte Kataastaasang Sanggunian, der hohe Rat, welche die provinziellen Gremien, genannt Sangguniang Bayan, administrierte. Diese wiederum führten die Sangguniang Barangay, die Gemeinderäte, innerhalb ihrer Verwaltungsgebiete an. Zudem gab es die Sangguniang Hukuman, der gerichtliche Rat,welcher Rechtsfragen zwischen den Mitgliedern regelte.

Kleiderordnung

Da der Geheimbund sich als Diener des Volkes sah, waren die Uniformen der Mitlieder an der Alltagskleidung einfacher philippinischer Bauern orientiert. Männer trugen allesamt einen Barong Tsinoy (eine spezielle Hemdart), rote Hosen und einen Strohhut. Die weiblichen Mitglieder hielten sich an den Vorgaben der Spanier, und trugen Kleider.

Verrat und Revolution

Die Existenz der Katipunan wurde 1896 aufgedeckt. Anfang August des Jahres erzählte Teodoro Patiño, einer der Arbeiter der Diario de Manila, einer Manila Tageszeitung, seiner Schwester Honoria über die Organisation. Diese wiederum teilte dies ihrer Freundin Sor Teresa de Jesus mit, die es dann während ihrer Beichte dem spanischen Augstiner Priester Mariano Gil wiedergab. Dieser erstattete seinen Vorgesetzten und den Behörden Bericht. Zu diesem Zeitpunkt betrug die Mitgliederzahl der Katipunan bereits mehrere 100.000 Menschen.

Eine Krisensitzung der Katipunan wurde daraufhin zwischen dem 22. und 24. August 1896 in Kangkong, Balintawak, ein heutiger Stadtteil von Quezon City, einberufen. Die Teilnehmer entschieden die Revolution vorzuziehen und Manila am 29. August 1896 anzugreifen. Als Zeichen ihres Einverständnisses zu diesem Entscheid verbrannten alle Beteiligten der Versammlung ihre Celudas, ihre Ausweise der spanischen Regierung. Allerdings erfuhren die Spanier von dem Treffen und wollten die Gruppe zerschmettern. Die Katipunan entschieden, die feindlichen Truppen im nahegelegenen Pasong Tamo, Novaliches, heutiges Quezon City, abzufangen und erstmalig gegen diese zu kämpfen.

Obwohl der Kampf gegen die Spanier schon im vollen Gange war, gewannen landesweit alle revolutionären Gruppierungen erst großen Zuwachs nachdem José Rizal wegen seiner Verbindungen zur Katipunan von der Kolonialmacht am 30. Dezember 1896 exekutiert worden war.

Nach dessen Tod brach ein offener Krieg aus. In ihm erlangten die Filipinos letztendlich ihre Unabhänigkeit und wurden am 12. Juni 1898 zur ersten demokratischen Republik Asiens. Bei der ersten Präsidentschaftswahl stellten die Katipunan zwei ihrer Führer als Kandidaten. Der Proletarier und Begründer der Katipunan Andrés Bonifacio und den aus reichen Verhältnissen stammenden Anführer Emilio Aguinaldo, welcher letzten Endes das Amt bekleidete.

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